Die Wahl deiner E-Commerce-Plattform ist mehr als nur eine technische Entscheidung. Sie ist das Fundament deiner digitalen Strategie – und entscheidet darüber, wie schnell du am Markt bist, wie flexibel du bleibst und wie profitabel dein Business langfristig läuft.
Am Ende läuft es oft auf zwei starke Optionen hinaus: Shopify, der smarte SaaS-Allrounder, oder Shopware 6, die offene, maximal anpassbare Lösung für individuelle Commerce-Projekte.
1. Produkt oder Projekt? – Der größte Unterschied
Shopify: Einfach starten, sofort verkaufen
Shopify ist perfekt, wenn du schnell live gehen willst, ohne dich um Technik zu kümmern. Hosting, Sicherheit, Updates – alles läuft automatisch. Du konzentrierst dich komplett auf dein Business. Genau deshalb lieben viele D2C-Brands und kleinere Teams Shopify: schnell, unkompliziert, skalierbar.
Shopware 6: Volle Kontrolle für individuelle Commerce-Strategien
Shopware setzt auf Open Source und maximale Flexibilität. Du kannst hosten, wo du willst, erhältst Zugriff auf den kompletten Code und baust tief integrierte Lösungen – ideal, wenn du ERP- oder CRM-Systeme verbinden oder komplexe Prozesse abbilden musst.
Kurz gesagt: Shopify ist ein fertiges Produkt. Shopware ist ein Projekt, das genau auf dein Business zugeschnitten wird.
2. Die Kostenfrage: Was kostet dich wirklich Marge?
Viele schauen nur auf die monatlichen Plattformkosten – der wahre Gamechanger steckt aber woanders.
Shopify: Günstiger Einstieg, aber Vorsicht bei den Transaktionsgebühren
Shopify ist planbar, aber: Wenn du nicht Shopify Payments nutzt, zahlst du zusätzliche Gebühren je Transaktion – bei großen Umsätzen kann das schnell sehr teuer werden.
Shopware: Höhere Anfangsinvestition, langfristig oft günstiger
Hier gibt es 0 % zusätzliche Gebühren, egal welchen Payment Provider du nutzt. Gerade bei hohen Umsätzen kann das einen riesigen Unterschied in der Marge machen. Deine Entwicklerkosten sind höher – aber du investierst in Besitz statt in variable Gebühren.
3. Anpassbarkeit: Wie einzigartig soll dein Shop sein?
Shopware: Freiheit für individuelle Prozesse + starke No-Code-Tools
Mit moderner Technik (Symfony, Vue.js) und dem Rule Builder kannst du fast jede Geschäftslogik abbilden – oft sogar ohne Entwickler. Auch SEO-Profis lieben Shopware: volle Kontrolle über URLs, Strukturen und Metadaten.
Shopify: Anpassbar, aber innerhalb klarer Grenzen
Shopify bietet Apps, Themes, Headless-Optionen – aber das System bleibt geschlossen. Komplexe, proprietäre Prozesse? Dafür brauchst du meist Apps oder zusätzliche Middleware. Gut für Standard-Workflows, schwieriger für hoch individuelle Anforderungen.
4. Welche Plattform passt zu dir?
Nimm Shopify, wenn …
du schnell starten willst.
du kein großes Tech-Team hast.
du mit Standardprozessen gut arbeiten kannst.
du die Power eines riesigen App-Ökosystems nutzen willst.
Nimm Shopware 6, wenn …
du komplexe Verkaufslogiken oder B2B-Strukturen hast.
dein Umsatz hoch ist und du Transaktionsgebühren sparen willst.
du volle Kontrolle über Code, Hosting & Daten brauchst.
du international skalieren oder strenge Compliance-Anforderungen erfüllen musst.
Fazit: Deine Plattform entscheidet über die nächsten 5 Jahre
Shopify ist ideal, wenn du schnell wachsen willst, ohne dich in Technik zu verlieren. Shopware 6 ist perfekt, wenn du langfristig deine Marge optimieren, tief integrieren und dein Businessmodell komplett im System abbilden möchtest.
Die beste Wahl ist die, die deine Strategie stärkt – nicht nur dein heutiges Setup.

